
Beratung für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen – mit besonderen Wahrnehmungen
Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, insbesondere
- Menschen im autistischen Spektrum
- Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Beeinträchtigung
- Menschen mit eingeschränkter Emotions- und Impulskontrolle
- Menschen, bei denen es zu aggressivem oder gewalttätigem Verhalten kommt
Ebenso richtet sich dieses Angebot an Fachpersonen, Institutionen und Bezugspersonen, die für solche Menschen Verantwortung tragen und eine passende, fachlich fundierten Unterstützung suchen.
Wenn Überforderung in Wut umschlägt
Viele gewalttätige oder aggressive Handlungen entstehen nicht aus Absicht, sondern aus massiver innerer Überforderung.
Auslöser können sein:
- Reizüberflutung
- soziale Missverständnisse
- unklare Erwartungen
- mangelnde emotionale Orientierung
Der innere Zustand wird dabei von der betroffenen Person meist nicht als Angst oder Ohnmacht erlebt, sondern als Wut oder Zorn.
Wut ist hier häufig eine Schutzreaktion – kein Grundgefühl.
Diese Dynamik wird im Alltag oft missverstanden, was zu Eskalationen im Umfeld führt.
Warum die Form des Feedbacks entscheidend ist
Gerade bei kognitiv beeinträchtigten oder andersdenkenden Menschen ist die Art der Rückmeldung von zentraler Bedeutung.
Unklare, moralisierende oder emotional aufgeladene Rückmeldungen verstärken Überforderung.
Wirksam ist Feedback dann, wenn es:
- klar strukturiert ist
- sprachlich vereinfacht, ohne zu infantilisieren
- emotional sicher vermittelt wird
- hilft, innere Zustände einzuordnen
Feedback wird so zu einer Übersetzungshilfe zwischen innerem Erleben und äußerem Verhalten.
Meine Arbeitsweise
Über viele Jahre habe ich eine Methode entwickelt, die darauf abzielt, Gefühle wahrnehmbar und verständlich zu machen – auch bei eingeschränkten kognitiven Möglichkeiten.
Der Kern dieser Arbeitsweise ist essentielle Klarheit:
- Reduktion auf das Wesentliche
- klare Sprache
- überschaubare Schritte
- visuell und verbal unterstützte Erklärungen
Dabei werden stets zwei Ebenen miteinander verbunden:
- die kognitive Ebene (Verstehen, Struktur, Orientierung)
- die emotionale Ebene (Wahrnehmen, Regulieren, Mitgefühl)
Einfachheit bedeutet hier Zugänglichkeit, nicht Vereinfachung im abwertenden Sinn.
Ziel der Arbeit
Die Arbeit mit Einzelpersonen verfolgt das Ziel,
- Überforderung frühzeitig erkennbar zu machen
- Angst und Ohnmacht als Auslöser zu identifizieren
- alternative Formen der Selbstregulation zu entwickeln
- Eskalationen und Gewalthandlungen nachhaltig zu reduzieren
Veränderung entsteht dort, wo Menschen – und ihr Umfeld – verstehen, was innerlich geschieht.
Zusammenarbeit mit Institutionen und Bezugspersonen
Auf Wunsch erfolgt die Arbeit in enger Abstimmung mit Bezugspersonen, Institutionen oder Fachstellen.
Dies kann beinhalten:
- Rückmeldungen zum Prozess
- gemeinsame Zielklärung
- Unterstützung im Umgang mit Eskalationssituationen
- Übertragung der Erkenntnisse in den Alltag
Kurz gesagt
Klarheit schafft Sicherheit.
Sicherheit ermöglicht Regulation.
Regulation reduziert Gewalt.
Wenn Sie als Fachperson oder Bezugsperson nach einem Angebot suchen, das kognitiv angepasst, emotional wirksam und respektvoll ist, kann dieses Setting eine sinnvolle Ergänzung sein.
Zusammenarbeit & nächster Schritt
Eine wirksame Arbeit im Bereich Gewaltprävention, Beratung und Bildung basiert auf Klarheit, Zuständigkeit und einer gemeinsamen fachlichen Haltung.
In einem ersten Austausch klären wir:
- den konkreten Auftrag und Kontext
- Zielsetzung, Rahmenbedingungen und Erwartungen
- mögliche Vorgehensweisen (Beratung, Training, Supervision, Prävention)
- Rollen, Schnittstellen und Zuständigkeiten
Das Erstgespräch dient der fachlichen Einordnung und Entscheidungsfindung und ist unverbindlich.
Kontakt
Urs Rohrbach
Institut Gewaltberatung® Prävention
📞 079 700 22 33
✉️ Mail
Beratungen, Coachings und Weiterbildungen finden in Basel statt.
Externe Einsätze, Workshops und institutionelle Formate sind nach Absprache möglich.
Informationen & Unterlagen
Für eine vertiefte Prüfung stehen folgende Informationen zur Verfügung:
- Angebotsübersichten für Behörden, Schulen und Institutionen
- Beschreibung der fachlichen Haltung und Methodik
- Informationen zu Settings, Dauer und Rahmenbedingungen
→ PDF: Flyer / Angebotsübersicht
Hinweise zur Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit orientiert sich an fachlicher Klarheit, transparenten Aufträgen und klaren Zuständigkeiten. Datenschutz, Schweigepflicht und eine sorgfältige Rollenklärung sind dabei selbstverständlich. Ziel ist eine respektvolle, lösungsorientierte Arbeitsweise, die sowohl den beteiligten Personen als auch dem institutionellen Auftrag gerecht wird. Organisatorische Fragen wie Zuweisungen, Kostengutsprachen oder formale Abklärungen können bei Bedarf vorgängig geklärt werden.